Zum Auftakt der Eurosatory stellt Sopra Steria die zehn Trends vor, die die Bereiche Verteidigung, Sicherheit und Raumfahrt in Europa prägen

15.06.2026

Zehn Trends, eine Überzeugung: In einem „Krieg der Sättigung" wird die Überlegenheit nicht mehr allein durch die teuersten Waffen errungen, sondern durch Verarbeitungsgeschwindigkeit, Daten und intelligente Masse.

PARIS, 15. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Anlässlich der Eröffnung der Eurosatory 2026 und vor dem Hintergrund einer sich rasch wandelnden geopolitischen Lage veröffentlicht Sopra Steria, ein bedeutender Technologiekonzern in Europa, sein Trendbuch „Defence, Security & Space", in dem die Veränderungen beleuchtet werden, die die europäische Verteidigung neu gestalten.

Der rote Faden: In einem „Krieg der Sättigung" misst sich Überlegenheit nicht mehr an der Leistungsfähigkeit von Plattformen und Software, sondern an der Fähigkeit, schneller als der Gegner zu entscheiden und zu handeln. Für die Streitkräfte, Behörden und die Industrie Europas ist strategische Autonomie kein fernes Ziel mehr: sondern zu einer unmittelbaren operativen Notwendigkeit geworden.

Warum gerade jetzt: Der strategische Wert hat sich verschoben

In der Ukraine wie auch in der Levante zerstören Drohnen, die nur wenige tausend Euro kosten, Ausrüstung im Wert von Millionen, und Software, die innerhalb weniger Wochen aktualisiert wird, gewinnt die Oberhand über Systeme, die für eine Lebensdauer von zwanzig Jahren ausgelegt sind. Die von Sopra Steria zusammengestellten Zahlen untermauern diesen Wandel: 417 Milliarden US-Dollar als weltweite Kosten der Desinformation (15 Prozent des französischen BIP), ein Verhältnis von 1 zu 20 zwischen einer Angriffsdrohne und der zu ihrer Abwehr abgefeuerten Rakete, 70 bis 80 Prozent der ukrainischen Verluste, die durch Drohnen verursacht wurden, sowie 800 Milliarden Euro an Kapazitätsbedarf, der im „Readiness 2030"-Plan der Europäischen Kommission ermittelt wurde.

Das Trendbuch identifiziert zehn Trends, die sich um drei Leitlinien gruppieren:

  1. Sättigung überwachen und ausgleichen
    • Den Krieg gewinnen, bevor er beginnt: Handeln Sie im Informationsbereich
    • Stärkung der Luftverteidigung durch Maßnahmen zur Abwehr von Drohnen
    • Europa mit einer Weltraumverteidigungsfähigkeit ausstatten
    • Militärische Operationen in mehreren Einsatzgebieten koordinieren
  2. Schneller als der Gegner handeln
    • Entwicklung einer souveränen, sicheren und vertrauenswürdigen Verteidigungs-KI
    • Daten im operativen Geschäft nutzen und weitergeben
    • Mit Quantum von der Erkundung zur Umsetzung
  3. Langfristig aufbauen und erneuern
    • Strategische Tiefe wiederherstellen
    • Drohnen in großem Umfang in den Kampfeinsatz integrieren
    • Entwicklung neuer Modelle für Innovationen im Verteidigungsbereich

Diese Trends spiegeln wider, was sich derzeit an den Einsatzorten bereits abspielt. Die einzige Frage, die noch offen bleibt, ist die nach dem Tempo.

Wie behält man den Vorsprung?

Die Antwort liegt weniger in einer Auflistung von Technologien als vielmehr in der Fähigkeit, Systeme, Daten und Akteure miteinander zu vernetzen […]

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Medienkontakt:  Aurélien Flaugnatti, aurelien.flaugnatti@soprasteria.com

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WIdO-Analyse: Prävention könnte Hunderttausende Demenzerkrankungen verhindern

15.06.2026

Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.

Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.

Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.

Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.