ZPMC entwickelt zwei Industriestandards für die Technologie intelligenter Hafenkräne

16.04.2026

Neue Spezifikationen legen die Grundlagen für intelligente Kai- und Portalkransysteme fest und unterstützen die nächste Phase der Hafenautomatisierung

SHANGHAI, 16. April 2026 /PRNewswire/ -- Shanghai Zhenhua Heavy Industries Co., Ltd. (ZPMC) hat die Entwicklung von zwei Industriestandards für intelligente Hafenausrüstung vorangetrieben: Technische Spezifikationen für intelligente Technologien bei Kaikranen und Technische Spezifikationen für intelligente Technologien bei Portalkranen. Die Normen wurden vom chinesischen Ministerium für Industrie und Informationstechnologie erlassen und treten am 1. September 2026 in Kraft.

Die Veröffentlichung legt eine technische Grundlage für intelligente Kransysteme fest und trägt dazu bei, die Automatisierung von Hafen- und Portalkranen in Hafenumgebungen zu standardisieren.

Kai- und Portalkrane sind für den Hafenbetrieb unverzichtbar. Die neuen Normen legen technische und sicherheitsrelevante Anforderungen sowie Prüf- und Inspektionsverfahren für intelligente Steuerungssysteme fest, die in verschiedenen Betriebsszenarien zum Einsatz kommen. Sie bilden die Grundlage für eine einheitlichere Entwicklung, Fertigung und Systemintegration in großem Maßstab bei Hafenausrüstung.

Es wird erwartet, dass die Normen die Einführung von Automatisierungstechnologien im Hafenbetrieb beschleunigen, die Zuverlässigkeit der Systeme unter realen Betriebsbedingungen verbessern und klarere Leistungsmaßstäbe für Betreiber und Hafenbehörden festlegen.

Im ersten Quartal dieses Jahres war ZPMC zudem an der Ausarbeitung von sieben weiteren nationalen und branchenweiten Normen beteiligt und festigte damit seine Rolle bei der Festlegung technischer Maßstäbe für Hafenausrüstung der nächsten Generation.

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Umweltministerium will Baubranche über Nachfrage steuern – Widerstand gegen Baustoff-Steuer

14.04.2026

Recycelte Baustoffe sollen nach dem Willen von Umweltminister Carsten Schneider bei künftigen Bauvorhaben des Bundes deutlich stärker zum Einsatz kommen. Der SPD-Politiker sprach in Berlin von einer „Bevorzugungspflicht für Sekundärrohstoffe“, die auch für Großinvestoren wie die Deutsche Bahn und die Autobahngesellschaft gelten solle. In den kommenden Jahren wollen diese staatlichen Akteure Milliardenbeträge in Infrastrukturprojekte stecken – ein Volumen, das aus Sicht des Ministers genutzt werden soll, um den Markt für Recyclingmaterialien zu stärken. Schneider räumte zugleich ein, dass es für eine solche Vorrangregelung bislang keinen abschließenden Konsens innerhalb der Bundesregierung gibt.

Anlass der Ankündigung war die Übergabe eines neuen Gutachtens des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) zum sogenannten zirkulären Bauen, die Schneider gemeinsam mit Bauministerin Verena Hubertz (SPD) entgegennahm. Zirkuläres Bauen bedeutet zum einen, bestehende Gebäude möglichst weiter zu nutzen, statt sie abzureißen. Zum anderen sollen im Fall von Abriss oder Umbau möglichst viele Bauteile – von tragenden Materialien bis hin zu Fenstern und Türen – wiederverwendet oder hochwertig recycelt werden. Das Gutachten sieht darin einen zentralen Hebel, um den Ressourcenverbrauch und die Umweltbelastung des Bausektors zu senken.

Die Expertinnen und Experten des SRU verweisen darauf, dass mehr als ein Drittel des deutschen Rohstoffbedarfs auf den Hoch- und Tiefbau entfällt. Zudem verursachen Bau und Gebäude demnach mehr als die Hälfte des jährlichen Abfallaufkommens und einen großen Teil des Flächenverbrauchs. Auch beim Klimaschutz spielt die Branche eine erhebliche Rolle: Die Produktion von Baustoffen steht laut Gutachten für rund acht Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen. Durch konsequentes zirkuläres Bauen ließen sich diese Belastungen reduzieren, stoßen in der Praxis jedoch auf Hindernisse wie rechtliche Unsicherheiten bei der Nutzung recycelter Materialien, Sorgen vor Schadstoffbelastungen und höhere Kosten.

Der Sachverständigenrat regt daher an, Umwelt- und Klimafolgen stärker im Preis neuer Baustoffe abzubilden – etwa über eine eigene Steuer oder den CO₂-Preis. Eine solche Verteuerung von Primärrohstoffen soll Recyclingmaterial wirtschaftlich attraktiver machen. Schneider erteilte diesem Vorschlag allerdings eine Absage. Mit „weiteren Steuererhöhungen“ befasse er sich derzeit nicht, betonte der Umweltminister. Stattdessen setzt er auf die Nachfragemacht des Bundes: Wenn staatliche Bauherren systematisch recycelte Baustoffe bevorzugen, sieht Schneider darin den entscheidenden Hebel, um den Markt in Richtung zirkuläres Bauen zu bewegen.