MÜNCHEN, 22. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Sungrow, ein weltweit führender Anbieter von PV-Wechselrichtern und Energiespeichersystemen, hat einen weiteren globalen Meilenstein im Bereich der netzbildenden Technologie erreicht. Die Leistungsumrichtersysteme (PCS) der SC210HX-Serie des Unternehmens haben das vom deutschen TÜV Rheinland ausgestellte VDE-FNN-Prototypenzertifikat erhalten und sind damit die weltweit ersten PCS für Energiespeichersysteme, die alle deutschen Normen für den Mittel- und Hochspannungsnetzanschluss sowie die Überprüfung der netzbildenden Leistung erfüllen.

Dies ermöglicht es den mit der SC210HX-PCS-Serie ausgestatteten PowerTitan-Energiespeichersystemen, die Zeit bis zum Netzanschluss drastisch zu verkürzen, Projektabnahmerisiken zu verringern, den Zugang zum neuesten Markt für Trägheit in Energiesystemen in Europa zu beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit von Energiespeicherprojekten in Bezug auf Finanzierung erheblich zu steigern.
Das von der VDE FNN – der für die deutschen Netztechnik- und Betriebsstandards zuständigen Organisation – entwickelte Zertifizierungsrahmenwerk legt umfassende Anforderungen für die Integration in Mittel- und Hochspannungsnetze fest. Es wird von europäischen Netzbetreibern, Entwicklern und Finanzinstituten weithin anerkannt und dient als entscheidender Maßstab für die Bewertung der Konformität, Zuverlässigkeit und Netzstützungskapazitäten von Energiespeicherprojekten.
Ausgestattet mit der von Sungrow selbst entwickelten netzbildenden Stammzellentechnologie bieten Energiespeichersysteme mit PCS der SC210CX-Serie eine hervorragende Netzanpassungsfähigkeit und stabile Netzunterstützung. Das System kann Wirk- und Blindleistung eigenständig aufnehmen oder abgeben, um den Netzbedarf in allen Szenarien zu decken. Das umfasst auch Frequenzregelung, Spannungsregelung und Notstromversorgung. In schwachen Netzen mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien behält der Umrichter die Eigenschaften einer Spannungsquelle bei und gibt bei Kurzschlussfehlern im Netz schnell dynamischen Blindstrom ab. Darüber hinaus kann das System ein Stromnetz ohne externe Synchronisation aufbauen und unterstützt Black-Start-wie Inselbetrieb, um Netzanschlussprobleme für abgelegene Energiespeicheranlagen und netzunabhängige Projekte effektiv zu lösen.
Durch das erfolgreiche Bestehen des strengen VDE-FNN-Prüfverfahrens hat Sungrow nachgewiesen, dass die Zuverlässigkeit seiner Hardware, seine eigenen Regelalgorithmen und seine netzbildende Leistung die strengsten deutschen Netzstandards vollständig erfüllen. Die Zertifizierung stellt eine maßgebliche Anerkennung der technischen Führungsrolle von Sungrow bei fortschrittlichen Energiespeicher- und Netzunterstützungslösungen dar.
Über ihre technische Bedeutung hinaus bietet diese Zertifizierung auch einen greifbaren wirtschaftlichen Mehrwert für Projektentwickler. Die europäischen Marktstandards werden immer strenger, und führende Investmentinstitute sowie kreditgebende Banken nutzen die TÜV Rheinland VDE-Zertifizierung als zentrale Kennzahl zur Bewertung der Projektkonformität und der Zuverlässigkeit der Anlagen. Diese Zertifizierung ermöglicht es Entwicklern, die Fristen für den Netzanschluss erheblich zu verkürzen, Projektverzögerungen während der Abnahme zu vermeiden und die neuesten europäischen Zugangsregeln für trägheitsbasierte Energiespeicher einzuhalten. Zudem stärkt sie Glaubwürdigkeit, Bankfähigkeit, Vermögenswert und Finanzierung von Energiespeicherprojekten.
Auf der Grundlage seines umfassenden Sortiments an VDE-konformen, netzbildenden Energiespeicherprodukten wird Sungrow sein Fachwissen im Bereich der europäischen Energiewende weiter vertiefen und seinen Kunden weltweit sicherere, netzfreundlichere und ertragreichere Energiespeicherlösungen anbieten.

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Nach gut zehn Monaten Bauzeit ist die stark befahrene Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wieder vollständig in Betrieb – allerdings mit sechs Wochen Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan. Am frühen Morgen fuhr der erste Fernzug um 5.36 Uhr mit leichter Verspätung vom Hamburger Hauptbahnhof in Richtung Hauptstadt ab, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Bereits seit Samstagabend nutzen Güterzüge den Korridor, seit Sonntag rollen auch wieder Fern- und Regionalzüge regulär über die sanierte Verbindung.
Für Tausende Pendlerinnen und Pendler entfällt damit der belastende Ersatzverkehr mit Bussen. Während der Generalsanierung war der Fernverkehr über Stendal und Uelzen umgeleitet worden, regionale Verbindungen zwischen Hamburg und Berlin fielen monatelang aus. Schon Mitte Mai hatte die Bahn einen ersten Teilabschnitt entlastet und die durchgehende Verbindung zwischen Hamburg und Schwerin wieder aufgenommen. Nun ist die gesamte Achse zurück im Netz – die Bahn warnt jedoch vor Anlaufschwierigkeiten und empfiehlt, Fahrzeiten vorab zu prüfen.
Die Wiederinbetriebnahme verläuft holprig. Am ersten Betriebstag sammelten sich auf der frisch sanierten Strecke Verspätungen von mindestens 15 Minuten, teils deutlich darüber. Fernzüge benötigten am Sonntag in der Regel mehr als zwei Stunden und 15 Minuten zwischen den Hauptbahnhöfen, obwohl die schnellsten ICE nach Abschluss der Arbeiten eigentlich in rund einer Stunde und 47 Minuten verkehren sollen. Hintergrund ist unter anderem, dass das für Tempo 230 ausgelegte LZB-Zugsicherungssystem auf Teilen der Trasse noch nicht abgenommen ist. Auf diesen Abschnitten gilt vorerst das PZB-System mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern.
Die Bauarbeiten auf der 2025 begonnenen Generalsanierung umfassten nach Bahnangaben die Erneuerung von 165 Kilometern Gleisen und die Instandsetzung weiterer 61 Kilometer. Zudem wurden 249 Weichen eingebaut und 28 Bahnhöfe modernisiert. Der ursprünglich bis Ende April angesetzte Abschluss verzögerte sich durch einen harten Winter und gefrorenen Boden, der den Zeitpuffer aufbrauchte. Mit der jetzt abgeschlossenen Kernsanierung ist die Verbindung zwischen den beiden größten deutschen Städten infrastrukturell deutlich erneuert, ihre geplante Höchstleistung im Fahrplanbetrieb dürfte aber erst erreicht werden, wenn die technischen Zugsicherungssysteme auf der gesamten Strecke vollumfänglich verfügbar sind.