SION, Schweiz und SELZACH, Schweiz, 20. April 2026 /PRNewswire/ -- Smartflyer gibt die erfolgreiche Auslieferung der ersten Charge von Adagio-Batteriemodulen von H55 bekannt. Dies ist nicht nur ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Smartflyer SFX1-Flugzeugs, sondern auch ein bedeutender Schritt in der Industrialisierung und kommerziellen Einführung der zertifizierten Elektroantriebstechnologien von H55.

Für Smartflyer stellt die Lieferung einen entscheidenden Fortschritt im Rahmen des SFX1-Proof-of-Concept-Demonstrator-Programms dar und ermöglicht den Übergang von der Validierung auf Komponentenebene zur vollständigen Systemintegration und -prüfung. Für H55 bedeutet dies die fortgesetzte Integration seiner zertifizierungsfähigen Batteriesysteme in laufende Flugzeugprogramme, was die Position des Unternehmens als Anbieter skalierbarer, kommerziell einsetzbarer elektrischer Antriebslösungen stärkt.
Die neu gelieferten Adagio-Batteriemodule werden im Rahmen der nächsten Entwicklungsphase in das SFX1-Flugzeug integriert. Dies umfasst eine umfassende Validierung auf Systemebene, die die Antriebsarchitektur, das Energiemanagement und andere kritische Flugzeugsysteme abdeckt als Vorbereitung auf die bevorstehende Bodentestkampagne.
Gleichzeitig spiegelt dieser Meilenstein die Reife und Einsatzbereitschaft des Produktportfolios von H55 wider. Das Adagio-Batteriesystem hat alle von den Aufsichtsbehörden geforderten Zertifizierungstests erfolgreich bestanden und damit seine Sicherheit, Zuverlässigkeit und Eignung für den Einsatz in einer wachsenden Zahl von Anwendungen für Elektro- und Hybrid-Elektroflugzeuge unter Beweis gestellt.
Das SFX1-Programm tritt nun in eine fortgeschrittene Entwicklungsphase ein, wobei sich die Integrationsaktivitäten über mehrere Arbeitsstränge hinweg intensivieren. Die laufenden Bemühungen konzentrieren sich auf die Koordination von Installation, Kalibrierung und Testbereitschaft, um einen reibungslosen Übergang zu den nächsten Meilensteinen zu gewährleisten. Bodentests des SFX1 sind für diesen Sommer geplant, der Erstflug ist für den Herbst vorgesehen, womit das Programm im Einklang mit seiner Entwicklungsroadmap bleibt.
„Der Erhalt der ersten Adagio-Batteriemodule von H55 ist ein wichtiger Meilenstein für Smartflyer und ein entscheidender Faktor für die nächste Phase unseres Entwicklungsprogramms. Er unterstreicht zudem die Stärke unserer Zusammenarbeit mit einem Partner, dessen Technologie nicht nur innovativ, sondern auch bereit für den praktischen Einsatz ist. Gemeinsam unternehmen wir konkrete Schritte, um effiziente und nachhaltige Luftfahrtlösungen auf den Markt zu bringen", sagt Rolf Stuber, CEO von Smartflyer.
„Diese Auslieferung ist ein wichtiger Schritt, um die zertifizierten Batterie- und Antriebslösungen von H55 in operative Flugzeugprogramme zu integrieren. Unsere Zusammenarbeit mit Smartflyer verdeutlicht, wie unsere Technologie, die sowohl elektrische als auch hybrid-elektrische Konfigurationen umfasst, von der Entwicklung in die kommerzielle Anwendung übergeht und es Flugzeugherstellern ermöglicht, ihren Weg zum Flugbetrieb zu beschleunigen. Wir sind stolz darauf, das SFX1-Programm zu unterstützen und zur breiteren Einführung der elektrischen und hybrid-elektrischen Luftfahrt beizutragen", sagte Rob Solomon, CEO von H55.
Über Smartflyer
Smartflyer ist ein in der Schweiz ansässiges Luftfahrtunternehmen, das die SFX1 entwickelt, ein innovatives hybrid-elektrisches Flugzeug, das für eine nachhaltige Pilotenausbildung konzipiert ist. Durch die Kombination eines fortschrittlichen Elektroantriebs mit einer Range-Extender-Architektur zielt Smartflyer darauf ab, Emissionen und Betriebskosten deutlich zu senken und gleichzeitig die operative Flexibilität zu wahren. Das SFX1-Programm befindet sich derzeit in der Proof-of-Concept-Phase, wobei der Schwerpunkt auf zertifizierungsreifen Technologien und skalierbaren Lösungen liegt.
Über H55
H55 ist ein in der Schweiz ansässiges Unternehmen, das sich auf zertifizierte Elektroantriebe und zertifizierungsfähige Energiespeichersysteme für die Luftfahrt spezialisiert hat. Das Unternehmen ermöglicht den Ausbau der elektrischen Luftfahrt, indem es handelsübliche Lithiumzellen in luftfahrtsichere Energiespeichersysteme umwandelt, die von Aufsichtsbehörden genehmigt, von Versicherern gedeckt und von OEMs wiederholt als zertifizierte Antriebsplattform in verschiedenen Flugzeugprogrammen eingesetzt werden können. Dies wird durch unabhängige Zellcharakterisierung, strenge Eingangskontrollen, redundante Sicherheitsarchitekturen und auf Aufsichtsbehörden abgestimmte Tests erreicht, die auf Worst-Case-Ausfallszenarien ausgelegt sind.
H55 wurde als technologisches Vermächtnis des Solar-Impulse-Programms gegründet und stützt sich auf mehr als zwei Jahrzehnte praktischer Erfahrung in der elektrischen Luftfahrt. Das Unternehmen hat mehrere Elektroflugzeuge entworfen, gebaut und geflogen und dabei mehr als 2.000 Flugstunden mit reinem Elektroantrieb ohne einen einzigen batteriebedingten Zwischenfall gesammelt – damit verfügt es über die erforderliche operative Tiefe, um Zertifizierungsprogramme nicht nur zu erfüllen, sondern auch erfolgreich durchzuführen.
H55 profitiert von einem starken und erfahrenen Führungsteam, das fundiertes Fachwissen im Bereich der Skalierung von Technologieunternehmen mit praktischer operativer Umsetzung verbindet. Zusammen unterstützen diese Fähigkeiten einen zuverlässigen Übergang vom zertifizierten Design zur wiederholbaren Serienfertigung. Der plattformbasierte Ansatz von H55, bei dem sich die Zertifizierungsnachweise über verschiedene Programme hinweg summieren, reduziert das Einführungsrisiko und erleichtert gleichzeitig den kapitaleffizienten Einsatz von Elektro- und Hybrid-Elektroflugzeugen.
Pressekontakte:
Smartflyer: Dominik Heiri - dominik.heiri@smartflyer.ch - +41 79 946 00 60
H55: Axelle Krummenacher - axelle.krummenacher@h55.ch - +41 79 464 2260
H55 SA
Route de l'Aéroport 10 1950 Sion
Switzerland
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Der französische Sportartikelhändler Decathlon treibt seine Expansion in Deutschland deutlich voran und nimmt dafür eine geringere Profitabilität in Kauf. In einem herausfordernden Marktumfeld erhöhte das Unternehmen seinen Gesamtumsatz hierzulande auf gut 1,27 Milliarden Euro, ein Plus von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wachstumstreiber waren vor allem die Segmente Rad- und Laufsport. Rund 74 Prozent des Geschäfts werden weiterhin in den stationären Filialen erwirtschaftet, was die zentrale Rolle des klassischen Handelsmodells für Decathlon unterstreicht.
Beim Ergebnis zeigen sich die Kosten des Expansionskurses. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg zwar um gut 2,9 Prozent auf 28,1 Millionen Euro, blieb damit aber deutlich unter dem Niveau des Jahres 2023, als noch mehr als 38 Millionen Euro Gewinn ausgewiesen wurden. Angaben zum Nettoergebnis machte die Handelskette nicht. Der Finanzchef von Decathlon Deutschland, Luca Guanella, verweist auf die hohen Zukunftsinvestitionen: Das Ergebnis spiegle die bewusste Entscheidung wider, massiv in den Ausbau des Filialnetzes, die Modernisierung bestehender Standorte und die Weiterentwicklung der Organisation zu investieren.
Rund 67 Millionen Euro steckte Decathlon 2025 in den deutschen Markt, um die Grundlage für ein Netz von 150 Geschäften bis Ende 2027 zu legen. Allein 2025 kamen 18 neue Läden hinzu, unter anderem in München, Stuttgart, Frankfurt und Berlin. Insgesamt verfügte das Unternehmen Ende 2025 über 105 Standorte. Im laufenden Jahr sind etwa 25 weitere Eröffnungen vorgesehen, darunter Filialen in Oberhausen, Saarbrücken, Leverkusen und Trier. Parallel dazu wurde rund ein Drittel der bestehenden Geschäfte modernisiert, um das Einkaufserlebnis zu erneuern.
Strategisch rückt Decathlon näher an seine Kundinnen und Kunden heran. Neben den weiterhin wichtigen großflächigen Märkten, die meist außerhalb der Stadtzentren liegen, entstehen zunehmend kleinere Geschäfte in Einkaufszentren und Fußgängerzonen. Diese Standorte können sich auf einzelne Sportarten spezialisieren und das Sortiment an lokale Bedürfnisse anpassen. Mit dieser Ausrichtung zielt Decathlon darauf ab, im milliardenschweren, aber hart umkämpften deutschen Sportfachhandel Marktanteile zu gewinnen – insbesondere gegenüber den Verbundgruppen Intersport und Sport 2000, die ihrerseits expandieren und von Lücken profitieren, die der Rückzug klassischer Modehäuser und Warenhäuser mit Sportsortimenten hinterlassen hat.