Servier completes the acquisition of Day One Biopharmaceuticals

23.04.2026
  • Acquisition expands Servier's position in oncology with tovorafenib marketed as OJEMDATM in the U.S. in pediatric low-grade glioma. 
  • Transaction also includes a strong oncology pipeline of clinical stage assets in rare cancers with high unmet needs. 
  • Transaction represents total equity value of approximately $2.5 billion.

SURESNES, France, April 23, 2026 /PRNewswire/ -- Servier, an independent international pharmaceutical group governed by a foundation, today announced the successful completion of the tender offer to acquire all of the issued and outstanding shares of common stock of Day One Biopharmaceuticals, Inc. (Nasdaq: DAWN) ("Day One"), a biopharmaceutical company dedicated to developing and commercializing targeted therapies for people of all ages with life-threatening diseases, for $21.50 per share. The acquisition strengthens Servier's leadership in low-grade glioma and expands the Group's position in oncology with the addition of a marketed product and pipeline focused on rare cancers.

"This acquisition represents a significant step forward for Servier as part of our 2030 ambition to strengthen our position in rare cancers, and more specifically in pediatric low-grade glioma," said Olivier Laureau, President of Servier. "Integrating Day One's scientific and clinical capabilities will enhance our Group's ability to support long-term innovation and translate science into meaningful medicines for children and families affected by rare cancers."

Day One's portfolio includes OJEMDATM (tovorafenib), an FDA-approved medicine in pediatric low-grade glioma, the most common form of childhood brain tumor. Day One already markets the product in the United States and has licensed the rights outside the U.S. to Ipsen.

The transaction also strengthens Servier's oncology pipeline from early clinical to Phase 3. In addition to tovorafenib, which is being investigated in additional indications, Day One's pipeline includes Emi-Le (emiltatug ledadotin), a novel antibody drug conjugate (ADC) and DAY301, a targeted therapy in rare cancers. 

"Welcoming Day One to Servier marks an important next chapter in how we are expanding our presence in oncology in the U.S. and strengthening our ability to deliver for patients," said David K. Lee, Executive Vice President, USA, and CEO, Servier Pharmaceuticals. "Day One is joining us with strong science, an approved medicine, and a team that knows how to turn innovation into real outcomes for patients. This is about combining focus with execution to deliver for patients with rare cancers."

Contacts

Servier Group

Laura Visserias

laura.visserias.part@servier.com  

Servier Pharmaceuticals (U.S.)

Paulina Bucko

paulina.bucko@servier.com 

PDF:  https://mma.prnewswire.com/media/2964183/SERVIER_LONG.pdf

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Von Braunschweig bis München: Die juristische Bilanz des VW-Dieselskandals

14.04.2026

Mehr als zehn Jahre nach Bekanntwerden der Manipulationen an Diesel-Fahrzeugen von Volkswagen geht die strafrechtliche Aufarbeitung in eine weitere Runde. Vor dem Landgericht Braunschweig beginnt ein dritter großer Betrugsprozess im Zusammenhang mit der sogenannten Abschaltsoftware. Angeklagt sind fünf zum Teil ehemalige Mitarbeiter des Konzerns und eines Zulieferers. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug vor; im Falle einer Verurteilung drohen mehrjährige Haftstrafen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Im Mittelpunkt steht erneut die Software, mit der Millionen Fahrzeuge der VW-Marken auf Prüfständen bessere Abgaswerte erreichten als im regulären Straßenbetrieb. Nach Auffassung der Ermittler entstand den Käufern dadurch ein Milliardenschaden. Die nun angeklagten Beschuldigten sollen zwischen November 2006 und September 2015 in unterschiedlichen Zeiträumen an Entwicklung und Implementierung der Funktion beteiligt gewesen sein oder sie unterstützt haben. Ziel sei es gewesen, Volkswagen hohe Gewinne zu sichern und darüber mittelbar von Gehalts- und Bonuszahlungen zu profitieren.

Der neue Prozess fügt sich ein in eine Serie von Verfahren, mit denen deutsche Gerichte den Dieselskandal juristisch aufarbeiten. Bereits im Mai 2025 endete nach mehreren Jahren Verhandlung der erste große Betrugsprozess in Braunschweig mit Urteilen gegen vier Angeklagte: Zwei erhielten Haftstrafen, zwei Bewährungsstrafen. Die Verurteilten sehen sich als Bauernopfer und haben Revision eingelegt; eine Entscheidung darüber steht aus, der tatsächliche Haftantritt dürfte sich entsprechend verzögern. Ein zweites Verfahren gegen fünf teils ehemalige Führungskräfte des Konzerns läuft seit November 2025, den vier Männern und einer Frau werden unter anderem Betrug, Steuerhinterziehung und strafbare Werbung vorgeworfen. Für diesen Prozess sind Termine bis mindestens Ende 2026 angesetzt.

Prominent, aber derzeit ruhend, bleibt das Verfahren gegen den früheren Vorstandschef Martin Winterkorn. Er war im ersten Braunschweiger Prozess zunächst Mitangeklagter, sein Verfahren wurde jedoch aus gesundheitlichen Gründen abgetrennt und wegen Verhandlungsunfähigkeit vorläufig eingestellt. Winterkorn hatte vor Gericht strafrechtliche Verantwortung zurückgewiesen. Ein rechtskräftiges Urteil im Kontext der Dieselaffäre liegt hingegen aus München vor: Ex-Audi-Chef Rupert Stadler wurde dort zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten sowie zur Zahlung von 1,1 Millionen Euro verurteilt. Parallel dazu hatte VW in den USA, wo der Skandal 2015 durch eine Mitteilung der Umweltbehörde EPA öffentlich geworden war, bereits mehr als 20 Milliarden Dollar an Strafen und Entschädigungen gezahlt; frühere Mitarbeiter wurden dort zu langen Freiheitsstrafen verurteilt.