Rockwell Automation erweitert SecureOT-Portfolio um Bewertungen für Cybersicherheit und Managed Services

09.06.2026

Neue Funktionen helfen Herstellern, widerstandsfähig zu bleiben, sichere Remote-Konnektivität zu gewährleisten und Cybersicherheit mit kontinuierlichem professionellem Support operativ umzusetzen

MILWAUKEE, Wis., 9. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Rockwell Automation, Inc. (NYSE: ROK), das weltweit größte Unternehmen für industrielle Automatisierung und digitale Transformation, hat heute die Einführung von drei erweiterten Angeboten der SecureOT™-Lösungssuite bekanntgegeben: die OT Cybersecurity Assessment Suite, die SecureOT Platform Managed Services und Managed Secure Remote Access (MSRA). 

Rockwell Automation Expands SecureOT Portfolio with Cybersecurity Assessment and Managed Service Capabilities

Angesichts der zunehmenden Anzahl von Warnmeldungen und begrenztem Einblick in die Betriebstechnologie (OT) stehen Cybersicherheitsteams unter dem Druck, Bedrohungen schnell zu erkennen und darauf zu reagieren. Die SecureOT-Suite für industrielle Cybersicherheitslösungen ermöglicht es Industrieunternehmen, proaktiv und widerstandsfähig zu bleiben, ohne eine zusätzliche Infrastruktur aufbauen oder spezialisiertes Personal einstellen zu müssen.

„Das Verständnis des aktuellen Zustands der OT-Umgebung bildet die Grundlage für die künftige Gestaltung", so Maria Else, Senior Global Product Manager für Cybersicherheitsprojekte bei Rockwell Automation. „Hersteller stehen unter zunehmendem Druck, die Cybersicherheit zu verbessern, ohne dabei die Produktion zu verlangsamen. Mit SecureOT kombinieren wir Klarheit, priorisierte Aktionspläne und erworbene Expertise, um Industrieunternehmen dabei zu unterstützen, kritische Bereiche zu schützen und gleichzeitig den sicheren und effizienten Betrieb ihrer Anlagen zu gewährleisten. Darüber hinaus nutzen wir Technologien wie künstliche Intelligenz zur Erkennung von Schwachstellen, Automatisierung zur Sicherung der Effizienz sowie erweiterte Intelligenz zur Analyse und Bewertung aktueller Risiken."

OT Cybersecurity Assessment Suite

Die OT Cybersecurity Assessment Suite zeichnet sich durch einen strukturierten, modularen Ansatz aus. Dieser ist auf die besonderen betrieblichen Gegebenheiten von Industrieumgebungen in jeder Phase ihres Sicherheitsprozesses zugeschnitten. Durch die Verbindung von OT-spezifischer Datenerfassung mit praxisrelevanten Erkenntnissen zeigt die Cybersicherheitsbeurteilung einen klaren Weg auf, wie sich  Resilienz stärken lässt.

Die speziell für OT-Umgebungen von OT-Experten entwickelten Bewertungsangebote nutzen neue proprietäre KI- und Machine-Learning-Modelle, um Analysen zu optimieren und Auswertungen zu standardisieren. Dadurch lassen sich Ergebnisse und Handlungsempfehlungen effizient bereitstellen.

SecureOT Platform Managed Services

SecureOT Platform ist die Lösung von Rockwell Automation für das Management von Risiken und Schwachstellen. Ergänzt wird die Plattform nun um  das fundierte Branchen-Know-how des Unternehmens, um im Rahmen der SecureOT Platform Managed Services eine kontinuierliche, professionell verwaltete Risikopriorisierung bereitzustellen.

Das aktuellste Update umfasst Aktualisierungen der verwalteten Plattform mit den neuesten Funktionen und Fähigkeiten sowie das Management der kontinuierlichen Asset-Erkennung und Inventarisierung. Gefördert wird ein strukturierter Austausch zwischen technischen Account Managern und Kunden. Dies trägt dazu bei, dass Sicherheitsteams Cybersicherheitsrisiken schneller adressieren und gleichzeitig Ausfallzeiten minimieren können.

Managed Secure Remote Access (MSRA) und mehr

Der neue MSRA-Service von Rockwell Automation verbindet OT-Assets, um Risiken zu reduzieren, die Effizienz zu steigern und den Betrieb in einer anbieterneutralen, von Rockwell Automation verwalteten und identitätsbasierten Umgebung zu vereinfachen. Die cloudbasierte Remote-Access-Ebene unterstützt OT-Assets und ermöglicht Kunden dank einsatzfertiger Bereitstellung, Identitätssicherheit und geringem Aufwand für interne Teams eine schnelle Inbetriebnahme. MSRA erlaubt eine schnellere Fehlerbehebung sowie eine sicherere Zusammenarbeit mit Lieferanten und wird als skalierbarer Service bereitgestellt, der sich an die Anforderungen jeder Einrichtung anpasst.

Mit dem aktuellen Update führt Rockwell Automation außerdem ein überarbeitetes Programm an Richtlinien und Verfahren zur OT-Cybersicherheit ein. Der Service wurde von den Experten für OT-Governance, Risikobeurteilung und Compliance des Unternehmens entwickelt und bezieht sich auf internationale Normen, Frameworks und Best Practices. Er bietet ein umfassendes Dokumentenpaket, das zur Orientierung und Stärkung von Sicherheitsprogrammen in der gesamten OT-Umgebung beiträgt.

Die Erweiterungen, die jetzt für Fertigungsunternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen verfügbar sind, ergänzen die SecureOT-Lösungssuite von Rockwell Automation – ein umfassendes Angebot für industrielle Cybersicherheit, das Herstellern hilft, ihre OT-Cybersicherheitslage zu bewerten, zu schützen und kontinuierlich zu verbessern.

Die SecureOT-Lösungssuite wird durch das umfassende Engagement von Rockwell Automation im Bereich der industriellen Cybersicherheit unterstützt. Dies beinhaltet über den gesamten Automatisierungslebenszyklus hinweg integrierte Produktsicherheitsmechanismen. Diese sind abgesichert durch die Zertifizierung nach IEC 62443-4-1 (Reifegrad 4), der höchsten Stufe für den sicheren Produktentwicklungszyklus. In Kombination mit Funktionen zur Beurteilung, Managed Services und sicherem Remote-Zugriff bietet dieser Ansatz Herstellern eine solidere Grundlage für das Management von OT-Risiken und die Verbesserung der Ausfallsicherheit.

Weitere Informationen über SecureOT und die neuesten Cybersicherheitsangebote von Rockwell Automation finden Sie unter rockwellautomation.com/en-us/capabilities/industrial-cybersecurity.

Über Rockwell Automation

Rockwell Automation, Inc. (NYSE: ROK) ist ein weltweit führender Anbieter für industrielle Automatisierung und digitale Transformation. Wir verbinden die Kreativität von Menschen mit der Leistungsfähigkeit von Technologie, um die Grenzen des menschlich Möglichen zu verschieben und die Welt produktiver und nachhaltiger zu gestalten. Der Firmensitz von Rockwell Automation befindet sich in Milwaukee, Wisconsin, USA. Rockwell Automation beschäftigt etwa 26 000 Mitarbeiter, die Kunden in mehr als 100 Ländern zur Seite stehen (Stand: Ende Fiskaljahr 2025). Weitere Informationen zur Umsetzung des Connected Enterprise® in Industrieunternehmen finden Sie unter www.rockwellautomation.com.

(PRNewsfoto/Rockwell Automation, Inc.)

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Krise im Stahlsektor: Beschäftigte fordern klare Linie für ‚grünen‘ Umbau

12.06.2026

In Berlin und im saarländischen Völklingen haben Tausende Stahlarbeiter und Unterstützer gegen eine weitere Zuspitzung der Krise in der deutschen Stahlindustrie demonstriert. Unter dem Motto „Stahl hat Zukunft – bei uns!“ zogen Beschäftigte vom Brandenburger Tor zum Bundeswirtschaftsministerium, parallel formierten sich im Saarland mehrere Demonstrationszüge. Nach Angaben der IG Metall nahmen in Berlin rund 1.700 Beschäftigte aus mehr als 40 Betrieben teil, die Polizei zählte dort etwa 900 Menschen. In Völklingen kamen laut Polizei 8.500 Teilnehmer zusammen.

Die Branche steht nach Einschätzung von Gewerkschaften und Politikern unter massivem Druck. Genannt werden die schwache Konjunktur, Probleme in wichtigen Kundenindustrien wie dem Automobilbau, hohe Energiepreise und Konkurrenz durch preisgünstigen Stahl, vor allem aus Asien. Zusätzlich belasten hohe US-Zölle auf Stahlimporte die exportorientierten Hersteller, die in Regionen wie Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und dem Saarland besonders stark vertreten sind. Die IG Metall fordert deshalb zusätzliche politische Unterstützung, um Arbeitsplätze und industrielle Wertschöpfung zu sichern.

Im Zentrum der Proteste steht zugleich die Frage, wie die Dekarbonisierung der Stahlproduktion finanziell und regulatorisch abgesichert werden kann. Unternehmen wie Salzgitter und Saarstahl haben bereits mit dem Umbau in Richtung „grünen“ Stahl begonnen. Neue Anlagen, die zunächst mit Erdgas und später mit Wasserstoff betrieben werden sollen, erfordern allerdings hohe Investitionen, während der Markt für klimafreundlichen Stahl noch am Anfang steht. Der Konzern ArcelorMittal hat Pläne für einen klimaneutralen Umbau seiner Werke in Bremen und Eisenhüttenstadt für 2025 gestoppt, was in der Branche als Warnsignal gilt.

Zentrale Streitfrage ist der europäische Emissionshandel. Die IG Metall und Vertreter aus dem Saarland warnen vor einer Aufweichung der Klimavorgaben, weil dies nach ihrer Einschätzung die Planungssicherheit für Unternehmen untergraben und laufende Transformationsprojekte gefährden könnte. Die saarländische Europaabgeordnete Manuela Ripa bezeichnet die Stahlindustrie als „Rückgrat“ der Region und fordert, frühe und umfangreiche Investitionen in klimafreundliche Technologien politisch zu honorieren. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger warnte in einem Schreiben an Bundeskanzler Friedrich Merz vor einer „Rolle rückwärts“ beim Umbau der Stahlindustrie, während die EU-Kommission im Juli Vorschläge für eine Revision des Emissionshandels vorlegen will.

Die IG Metall sieht den Emissionshandel nur als „Spitze des Eisbergs“ und verweist auf die Kombination aus globalem Wettbewerbsdruck, Handelskonflikten und Transformationskosten. Der stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende Jürgen Kerner betonte, die Branche wolle klimaneutrale Produktion erreichen, benötige dafür aber verlässliche politische Rahmenbedingungen. Aus Sicht der Demonstranten geht es damit nicht nur um einzelne Standorte oder Betriebe, sondern um die langfristige Zukunft ganzer Industrieregionen in Deutschland.