Quantinuum und SoftBank Corp. veröffentlichen ein gemeinsames Whitepaper zur Skalierung praktischer Anwendungsfälle im Bereich des Quantencomputings auf dem Weg in das Zeitalter der Fehlertoleranz

21.07.2026
  • Die Unternehmen haben ein gemeinsames Whitepaper veröffentlicht, in dem kommerziell relevante Anwendungsfälle für das Quantencomputing in den Bereichen Quantenchemie und Graphenanalyse mit der Hardware-Roadmap von Quantinuum abgeglichen werden.
  • Das Paper liefert einen Rahmen zur Beurteilung, inwiefern Fortschritte bei der Quantenhardware und bei den Algorithmen Einfluss darauf haben könnten, wann praktische industrielle Anwendungen realisierbar werden.
  • SoftBank Corp. und Quantinuum werden die Roadmap als Grundlage für ihre Untersuchungen zu künftigen Quanten-KI-Rechenzentrumsdiensten und den damit verbundenen Geschäftsmodellen nutzen.

TOKIO und BROOMFIELD, Colorado, 21. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Quantinuum (NASDAQ: QNT) und SoftBank Corp. („SoftBank") gaben heute die Veröffentlichung von „Quantum Computing Frontiers" bekannt, eines gemeinsamen Whitepapers, in dem zwei kommerziell relevante Anwendungsbereiche des Quantencomputings anhand der Hardware-Roadmap von Quantinuum dargestellt werden. Die Analyse untersucht, inwiefern Fortschritte bei der Quantenhardware und bei den Algorithmen Einfluss darauf haben könnten, wann diese Anwendungen für den industriellen Einsatz praxistauglich werden.

Das Paper konzentriert sich auf zwei repräsentative Anwendungsbereiche, in denen SoftBank die Systeme von Quantinuum aktiv für Forschungszwecke einsetzt: die Quantenchemie zur Erforschung neuer Materialien und die Energieforschung sowie die topologische Datenanalyse für die Analyse groß angelegter Graphen, unter anderem zur Aufdeckung von Betrugsfällen in der Telekommunikation. Die Autoren stützen ihre Einschätzung der Skalierbarkeit dieser beiden Anwendungsbereiche auf die von Quantinuum veröffentlichte Hardware-Roadmap und untersuchen, inwiefern die prognostizierten Fortschritte bei den Hardware-Fähigkeiten und Algorithmen die Marktreife zukünftiger industrieller Anwendungen ermöglichen könnten.

Aufbauend auf dieser Anwendungsfall-Roadmap untersucht das Paper auch, wie Quantencomputing, KI und Hochleistungsrechnen in die zukünftige Recheninfrastruktur integriert werden könnten. Es befasst sich damit, wie die Fortschritte über aufeinanderfolgende Hardware-Generationen hinweg zukünftige Quanten-KI-Rechenzentrumsdienste und damit verbundene Geschäftsmodelle beeinflussen könnten – ein zentraler Schwerpunkt der im vergangenen Jahr angekündigten Partnerschaft zwischen Quantinuum und SoftBank.

„Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Studie ist, dass Unternehmen nicht auf groß angelegte, fehlertolerante Systeme warten müssen, um herauszufinden, in welchen Bereichen Quantencomputing bereits einen Mehrwert schaffen kann", sagte Duncan Jones, Geschäftsleiter der Applications Group bei Quantinuum. „Durch den Einsatz heutiger Systeme zur Entwicklung, zum Benchmarking und zur Optimierung von Anwendungen in Bereichen wie der Quantenchemie und der Graphenanalyse können Unternehmen die technischen und betrieblichen Voraussetzungen schaffen, die für die nächste Ära des quantenbasierten Rechnens erforderlich sind."

„Die Frage ist nicht mehr, ob Quantencomputer einen Mehrwert bieten können, sondern vielmehr, welche Problemklassen in welcher Phase der Hardware-Reife lösbar werden", sagte Ryuji Wakikawa, Senior Vizepräsident und Leiter der Technikabteilung, SoftBank Corp. „Wir sind jedoch der Ansicht, dass Fortschritte im Bereich der Hardware durch ebenso bedeutende Entwicklungen bei Quantenalgorithmen sowie durch die Integration von Quantensystemen in KI und Hochleistungsrechner ergänzt werden müssen."

Das Whitepaper beschreibt anhand von Beispielszenarien, wie sich repräsentative Anwendungsfälle, der Reifegrad der Technologie und potenzielle Marktchancen unter den genannten Annahmen im Laufe der Zeit entwickeln könnten. Die in dem Paper vorgenommene Analyse soll einen konzeptionellen Rahmen zum Verständnis der potenziellen Marktentwicklung bieten und stellt keine finanziellen Leitlinien oder Prognosen dar. Diese Analysen dienen der Diskussion über die zukünftige technologische Entwicklung und sind nicht als Zusagen hinsichtlich der Kommerzialisierung, von Infrastrukturinvestitionen, Produkten, Dienstleistungen oder der finanziellen Entwicklung zu verstehen.

Das komplette Whitepaper steht auf den Websites von SoftBank und Quantinuum zum Download bereit.

Informationen zu Softbank Corp.

Geleitet von der Unternehmensphilosophie der SoftBank-Gruppe, „Information Revolution – Happiness for everyone" (Informationsrevolution – Glück für alle), betreibt SoftBank Corp. (TOKIO: 9434) Telekommunikations- und IT-Geschäfte in Japan und auf der ganzen Welt. Aufbauend auf einer soliden geschäftlichen Grundlage möchte SoftBank Corp. das Potenzial der KI in allen Geschäftsbereichen ausschöpfen und deren Umsetzung im Einklang mit der Wachstumsstrategie „Activate AI for Society" (KI für die Gesellschaft aktivieren) vorantreiben. Neben dem weiteren Ausbau des Telekommunikationsgeschäfts erweitert SoftBank seine KI-Computing-Infrastruktur sowie seine Geschäftsbereiche im Bereich KI- und Cloud-Dienste mit dem Ziel, sich als Anbieter von sozialer Infrastruktur der nächsten Generation zu etablieren. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.softbank.jp/en/corp/

Informationen zu Quantinuum

Quantinuum (NASDAQ: QNT) ist ein führendes Unternehmen im Bereich Quantencomputing, das eine Full-Stack-Plattform anbietet, die darauf ausgelegt ist, Quantencomputing in realen Umgebungen einsetzbar zu machen. Das Unternehmen hat mehrere Generationen von Quantensystemen auf Basis der bewährten QCCD-Architektur kommerziell eingeführt, die es mit neuartigen Designs und Funktionen ausgestattet hat, um die branchenweit höchsten Genauigkeitswerte auf der Grundlage der durchschnittlichen Gattertreue bei Zwei-Qubit-Gattern zu erzielen.[1] Quantinuum arbeitet aktiv mit Marktführern aus den Bereichen Pharmazie, Materialwissenschaften, Finanzdienstleistungen sowie im staatlichen und industriellen Sektor zusammen. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 700 Mitarbeiter, darunter Spitzenwissenschaftler und Forscher. Mehr als 70 % des Technologieteams haben einen Doktortitel oder einen Master-Abschluss. Quantinuum hat seinen Hauptsitz in Broomfield, Colorado, und verfügt über weitere Standorte in den Vereinigten Staaten, im Vereinigten Königreich, in Deutschland, Japan, Katar und Singapur.

Weitere Informationen finden Sie unter www.quantinuum.com.

Warnhinweis zu zukunftsgerichteten Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält bestimmte Aussagen, die als „zukunftsgerichtete Aussagen" im Sinne des Private Securities Litigation Reform Act von 1995 angesehen werden können. Zukunftsgerichtete Aussagen umfassen alle Aussagen, die keine historischen Tatsachen darstellen. Die Begriffe „voraussehen", „annehmen", „glauben", „fortsetzen", „könnte", „schätzen", „erwarten", „beabsichtigen", „könnte", „planen", „potenziell", „vorhersagen", „prognostizieren", „zukünftig", „wird", „anstreben", „vorhersehbar" sowie die Verneinungen dieser Begriffe oder ähnliche Ausdrücke sollen zukunftsgerichtete Aussagen kennzeichnen. Solche Aussagen basieren auf bestimmten Annahmen und Einschätzungen unseres Managements, die auf dessen Erfahrung und dessen Wahrnehmung historischer Trends, der aktuellen Wirtschafts- und Branchenlage, erwarteter zukünftiger Entwicklungen sowie anderer Faktoren beruhen, die das Management für relevant hält. Die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen unterliegen zudem einer Reihe wesentlicher Risiken und Ungewissheiten, einschließlich, aber nicht beschränkt auf wirtschaftliche, wettbewerbsbezogene, staatliche und technologische Faktoren, die unsere Geschäftstätigkeit, Märkte, Produkte, Dienstleistungen und Preise beeinflussen. Von Zeit zu Zeit treten neue Faktoren auf, und es ist Quantinuum nicht möglich, alle derartigen Faktoren vorherzusagen. Jede zukunftsgerichtete Aussage gilt nur zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung, und, sofern nicht gesetzlich vorgeschrieben, übernimmt Quantinuum keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren oder zu revidieren, sei es aufgrund neuer Informationen, zukünftiger Ereignisse oder aus anderen Gründen.

 

[1] Stand: 31. Dezember 2025.

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WIdO-Analyse: Prävention könnte Hunderttausende Demenzerkrankungen verhindern

15.06.2026

Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.

Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.

Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.

Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.