Kasachische Nationalmannschaft qualifiziert sich für Billie Jean King Cup Finale

15.04.2026

ASTANA, Kasachstan, 15. April 2026 /PRNewswire/ -- Die Damen-Tennis-Nationalmannschaft von Kasachstan hat sich nach einem 3:1-Sieg über Kanada in der Qualifikationsrunde in Astana ihren Platz in der Endrunde des Billie Jean King Cups gesichert.

Bildnachweis: Kasachischer Tennisverband

 

Das Ergebnis spiegelt eine starke und geschlossene Mannschaftsleistung über die zwei Tage hinweg wider, mit entscheidenden Beiträgen sowohl im Einzel als auch im Doppel. Yulia Putintseva besiegelte die Qualifikation mit einem hart umkämpften Sieg über die ehemalige US-Open-Siegerin Bianca Andreescu in einem Match, das drei Stunden und 39 Minuten dauerte. Zuvor hatten Anna Danilina und Zhibek Kulambayeva einen souveränen Doppelsieg über Andreescu und Kayla Cross errungen, während Sonja Zhiyenbayeva ihr Debüt für das Nationalteam gab.

Dies ist das vierte Mal, dass Kazakhstan an der Endrunde des Turniers teilnimmt. Damit setzt sich die Serie konstanter Leistungen auf höchstem Niveau seit 2022 fort und unterstreicht die wachsende Stärke und Tiefe des nationalen Programms. Dieser Erfolg spiegelt den Erfolg des langfristigen und systematischen kasachischen Ansatzes zur Entwicklung des Tennissports wider, der durch nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur, die Förderung von Spielern und das Hochleistungstraining untermauert wird.

Die jüngste internationale Anerkennung des kasachischen Trainingssystems, darunter die Verleihung des Gold-Status an das Nationale Tenniszentrum Kasachstans durch den Internationalen Tennisverband, unterstreicht die Fortschritte, die das Land bei der Angleichung seines Tennissystems an globale Standards gemacht hat. Gemeinsam tragen diese Bemühungen zu einer starken Talentschmiede und konstanten Leistungen auf höchstem internationalem Niveau bei.

Bulat Utemuratov, Präsident des kasachischen Tennisverbands, kommentierte das Ergebnis mit den Worten: "Die Qualifikation für die Endrunde des Billie Jean King Cups ist ein bedeutender Erfolg für das kasachische Tennis und spiegelt die kontinuierlichen Fortschritte unseres nationalen Programms wider. Unser Team hat während des gesamten Unentschiedens Belastbarkeit, Tiefe und ein hohes Leistungsniveau bewiesen. Dieses Ergebnis ist das Resultat jahrelanger konzentrierter Entwicklung und unterstreicht unser Engagement für den Aufbau eines starken und wettbewerbsfähigen Tennis-Ökosystems in Kasachstan."

Die Billie Jean King Cup Finals, an denen die weltweit führenden internationalen Damenteams teilnehmen werden, sollen im Herbst 2026 in Shenzhen, China, stattfinden. Kasachstan wird sich den acht Qualifikationsländern anschließen, die um den Titel kämpfen.

Foto - https://mma.prnewswire.com/media/2956993/Kazakhstan_Tennis_Federation_Photo.jpg

Logo - https://mma.prnewswire.com/media/1883640/5917551/Kazakhstan_Tennis_Federation_Logo.jpg

Logo KTF

Cision View original content:https://www.prnewswire.com/news-releases/kasachische-nationalmannschaft-qualifiziert-sich-fur-billie-jean-king-cup-finale-302743424.html

Umweltministerium will Baubranche über Nachfrage steuern – Widerstand gegen Baustoff-Steuer

14.04.2026

Recycelte Baustoffe sollen nach dem Willen von Umweltminister Carsten Schneider bei künftigen Bauvorhaben des Bundes deutlich stärker zum Einsatz kommen. Der SPD-Politiker sprach in Berlin von einer „Bevorzugungspflicht für Sekundärrohstoffe“, die auch für Großinvestoren wie die Deutsche Bahn und die Autobahngesellschaft gelten solle. In den kommenden Jahren wollen diese staatlichen Akteure Milliardenbeträge in Infrastrukturprojekte stecken – ein Volumen, das aus Sicht des Ministers genutzt werden soll, um den Markt für Recyclingmaterialien zu stärken. Schneider räumte zugleich ein, dass es für eine solche Vorrangregelung bislang keinen abschließenden Konsens innerhalb der Bundesregierung gibt.

Anlass der Ankündigung war die Übergabe eines neuen Gutachtens des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) zum sogenannten zirkulären Bauen, die Schneider gemeinsam mit Bauministerin Verena Hubertz (SPD) entgegennahm. Zirkuläres Bauen bedeutet zum einen, bestehende Gebäude möglichst weiter zu nutzen, statt sie abzureißen. Zum anderen sollen im Fall von Abriss oder Umbau möglichst viele Bauteile – von tragenden Materialien bis hin zu Fenstern und Türen – wiederverwendet oder hochwertig recycelt werden. Das Gutachten sieht darin einen zentralen Hebel, um den Ressourcenverbrauch und die Umweltbelastung des Bausektors zu senken.

Die Expertinnen und Experten des SRU verweisen darauf, dass mehr als ein Drittel des deutschen Rohstoffbedarfs auf den Hoch- und Tiefbau entfällt. Zudem verursachen Bau und Gebäude demnach mehr als die Hälfte des jährlichen Abfallaufkommens und einen großen Teil des Flächenverbrauchs. Auch beim Klimaschutz spielt die Branche eine erhebliche Rolle: Die Produktion von Baustoffen steht laut Gutachten für rund acht Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen. Durch konsequentes zirkuläres Bauen ließen sich diese Belastungen reduzieren, stoßen in der Praxis jedoch auf Hindernisse wie rechtliche Unsicherheiten bei der Nutzung recycelter Materialien, Sorgen vor Schadstoffbelastungen und höhere Kosten.

Der Sachverständigenrat regt daher an, Umwelt- und Klimafolgen stärker im Preis neuer Baustoffe abzubilden – etwa über eine eigene Steuer oder den CO₂-Preis. Eine solche Verteuerung von Primärrohstoffen soll Recyclingmaterial wirtschaftlich attraktiver machen. Schneider erteilte diesem Vorschlag allerdings eine Absage. Mit „weiteren Steuererhöhungen“ befasse er sich derzeit nicht, betonte der Umweltminister. Stattdessen setzt er auf die Nachfragemacht des Bundes: Wenn staatliche Bauherren systematisch recycelte Baustoffe bevorzugen, sieht Schneider darin den entscheidenden Hebel, um den Markt in Richtung zirkuläres Bauen zu bewegen.