Branchenuntersuchungen verdeutlichen eine wachsende Kluft zwischen operativer Geschwindigkeit und der Steuerung von Drittanbieterzugriffen in der Fertigung
KOPENHAGEN, Dänemark, 20. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Während Hersteller nach einer Welle von Ransomware-Angriffen auf Industrieunternehmen ihre Cybersicherheit weiter stärken, verlagert sich der Fokus von der sicheren Fernverbindung hin zu einer neuen Herausforderung: Regelung des Zugriffs durch Dritte in OT-Umgebungen (Operational Technology).
Maschinenbauer, Systemintegratoren, Ausrüstungslieferanten und Wartungsdienstleister benötigen Fernzugriff, um den Produktionsbetrieb aufrechtzuerhalten. Doch da sich die Ökosysteme der Anbieter ausweiten und Vorschriften zunehmend Wert auf Rechenschaftspflicht legen, stellen viele Unternehmen fest, dass die Bereitstellung des Fernzugriffs nur ein Teil der Herausforderung ist.
„In den letzten Jahren haben Hersteller massiv in die Absicherung des Fernzugriffs investiert", sagte Knud Kegel, CTPO bei Secomea. „Der nächste Schritt besteht darin, sicherzustellen, dass der Zugriff einheitlich geregelt wird: zu wissen, wer Zugriff hat, warum er ihn hat, wie lange er ihn benötigt, und genau nachweisen zu können, was während jeder Fernzugriffssitzung geschehen ist."
Dieser Wandel vollzieht sich vor dem Hintergrund, dass Cyberangriffe zunehmend vertrauenswürdige Identitäten und legitimen Fernzugriff ausnutzen, anstatt sich ausschließlich auf Schwachstellen im Netzwerkperimeter zu verlassen. Infolgedessen stehen Hersteller unter wachsendem Druck, die Transparenz, Identitätskontrollen und die Steuerung des Lieferantenzugriffs zu verbessern, ohne dabei die Wartung zu verlangsamen oder die Produktion zu beeinträchtigen.
Die neueste Studie von Secomea: State of Industrial Remote Access 2026 legt nahe, dass viele Unternehmen diese Lücke noch schließen müssen.
In Nordamerika verwalten 57 % der Unternehmen sechs oder mehr externe Anbieter mit Fernzugriff auf OT-Umgebungen, was die wachsende Abhängigkeit von Unterstützung durch Dritte widerspiegelt. Dennoch geben nur 46 % an, dass die Sitzungen der Anbieter vollständig nachverfolgbar sind, während lediglich 23 % die Zugangsdaten der Anbieter monatlich oder häufiger überprüfen. Dadurch haben viele Unternehmen nur begrenzte Transparenz darüber, wer Zugriff hat und ob dieser Zugriff weiterhin angemessen ist.
Die Ergebnisse zeigen zudem, dass Unternehmen, in denen die Verantwortung für den Fernzugriff gemeinsam von IT und OT getragen wird, geringere Vorfallraten aufweisen als solche, in denen die Verantwortung ausschließlich bei einem der beiden Bereiche liegt – was die Bedeutung von Governance neben der Technologie unterstreicht.
Laut Secomea geht eine effektive Governance des Drittanbieterzugriffs über eine sichere Konnektivität hinaus. Sie kombiniert Identitätsprüfung, Zugriff nach dem Prinzip der geringsten Berechtigungen, Just-in-Time-Zugriff für Anbieter, zentralisierte Genehmigungsworkflows, umfassende Prüfpfade und die schnelle Aufhebung des Zugriffs nach Abschluss der Arbeiten.
„Hersteller brauchen nicht weniger Lieferanten, sondern eine bessere Steuerung des Lieferantenzugangs", fügte Kegel hinzu. „Die Anbindung von Drittanbietern ist für die moderne Fertigung unverzichtbar. Am widerstandsfähigsten sind jene Unternehmen, die diese Anbindung ermöglichen und gleichzeitig Transparenz, Rechenschaftspflicht und Kontrolle gewährleisten können."
Die Untersuchung zeigt auch, in welche Richtung sich die Branche entwickelt. Mehr als drei Viertel der nordamerikanischen Unternehmen geben an, dass sie entweder bereits eine standardisierte Plattform zur Verwaltung des Lieferantenzugriffs nutzen oder eine solche bevorzugen würden. Dies deutet auf eine Abkehr von fragmentierten VPNs und herstellerspezifischen Fernzugriffstools hin zu zentralisierten Governance-Modellen.
Secomea empfiehlt Herstellern zu prüfen, ob ihre Fernzugriffsstrategie Folgendes umfasst:
Die vollständigen Ergebnisse des Unternehmens sind im Bericht State of Industrial Remote Access 2026 verfügbar, der analysiert, wie Hersteller und Organisationen mit kritischer Infrastruktur den Fernzugriff von Lieferanten, die Governance, die Transparenz, die Einführung von Zero Trust und die operative Widerstandsfähigkeit in Nordamerika und Europa verwalten.
Informationen zu Secomea
Secomea ist eine Lösung für sicheren Fernzugriff, die speziell für industrielle Netzwerke und OT-Geräte entwickelt wurde. Mehr als 8.000 Hersteller und Maschinenbauer weltweit nutzen Secomea, um Menschen, Systeme und Maschinen sicher miteinander zu verbinden und gleichzeitig die Betriebskontinuität und -kontrolle aufrechtzuerhalten. Indem Secomea Unternehmen dabei unterstützt, den Zugriff von Lieferanten zu regeln, Zero-Trust-Prinzipien umzusetzen und die Transparenz bei OT-Fernzugriffsaktivitäten zu verbessern, fördert Secomea eine sichere Zusammenarbeit im gesamten Fertigungsökosystem.
Secomea wurde kürzlich im Gartner® Hype Cycle™ für CPS-Sicherheit 2026 als repräsentativer Anbieter in der Kategorie „Sicherer Fernzugriff für CPS" identifiziert.
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Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.
Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.
Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.
Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.