General Cherry und Orqa machen die weltweit führende ukrainische Fähigkeit zur Drohnenabwehr erstmals für die NATO und verbündete Staaten verfügbar

08.04.2026

OSIJEK, Kroatien, 8. April 2026 /PRNewswire/ -- Das ukrainische Verteidigungstechnologieunternehmen General Cherry und der kroatische Drohnenhersteller Orqa – Europas führendes UAV-Unternehmen – haben ein wegweisendes Kooperationsmemorandum unterzeichnet. Die Vereinbarung vereint die operative Stärke von General Cherry mit der technologischen Kompetenz von Orqa in einer Partnerschaft, die den tiefen Respekt zwischen beiden Unternehmen und Ländern widerspiegelt.

Kovacevic (Orqa) and Gryshyn (General Cherry)

Diese Vereinbarung beruht auf der großzügigen Entscheidung der Ukraine, ihr unübertroffenes Know-how bei C-UAS-Abfangdrohnen zu teilen, sowie auf den bewährten Produktionskapazitäten von Orqa. Sie wird die Resilienz der NATO maximieren und in Europa gebaute Abwehrsysteme in die Lage versetzen, den europäischen Luftraum zu schützen, ohne dabei die eigenen Fähigkeiten der Ukraine zu schmälern. 

Die Partnerschaft zwischen führenden ukrainischen und kroatischen Unternehmen ist von großer Bedeutung, da beide Nationen der staatlichen Souveränität einen hohen Stellenwert beimessen. Zunächst wird sie sich auf die Entwicklung und Fertigung von Abfangdrohnen, Komponenten und weiteren C-UAV-Systemen konzentrieren. An der Einrichtung gemeinsamer Fertigungsstandorte in Kroatien und der Ukraine wird bereits gearbeitet; die ersten Produkte werden in naher Zukunft erwartet.

„Der heutige Tag markiert den Beginn eines neuen Kapitels für unser Unternehmen und für die ukrainische Verteidigungstechnologie insgesamt. Wir starten eine große und vielversprechende Partnerschaft mit einem Unternehmen, das mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung und führende Expertise in der UAV-Branche mitbringt. Unser gemeinsames Ziel ist klar: beim Aufbau einer neuen Architektur der europäischen und globalen Sicherheit zu helfen. Die einzigartige Kampferfahrung der Ukraine schafft zusammen mit der technologischen Kompetenz von Orqa eine starke Synergie. Gemeinsam sind wir bereit, die Spielregeln zu verändern", sagte Yaroslav Gryshyn, Mitgründer von General Cherry.

Srđan Kovačević, Mitgründer und Geschäftsführer von Orqa, sagte: „Die Kampferfahrung von General Cherry unter realen Einsatzbedingungen bildet zusammen mit den breiten technischen Fähigkeiten von Orqa die Grundlage für eine Partnerschaft mit außergewöhnlichem Potenzial, die auf einem wegweisenden gemeinsamen Fertigungsmodell basiert. Dies ist ein wichtiger Fortschritt für beide Unternehmen und Länder, durch den die hochwirksame Fähigkeit von General Cherry im Bereich Abfangdrohnen erstmals außerhalb der Ukraine verfügbar wird. Das Ergebnis wird den Sicherheitsrahmen aller verbündeten Staaten stärken."

Informationen zu General Cherry

General Cherry zählt zu den führenden Entwicklern und Herstellern von UAVs in der Ukraine und belegt laut offiziellen Daten aus dem Army of Drones Bonus-Programm Platz 1 bei Abfangdrohnen sowie Platz 1 unter allen FPV-Drohnenentwicklern.

Informationen zu Orqa

Orqa ist einer der größten UAV-/Drohnenhersteller der Welt und produziert Komponenten sowie integrierte Systeme für Kunden in mehr als 50 Märkten weltweit, darunter 24 NATO-Mitgliedstaaten. Alle Produkte von Orqa werden ohne chinesische Bauteile hergestellt; das vertikal integrierte Produktionsmodell des Unternehmens stellt sicher, dass jedes Schlüsselelement im eigenen Haus konstruiert, entwickelt und gefertigt wird, wodurch die Lieferkette unempfindlich gegenüber geopolitischen Spannungen ist. 2026 belegte Orqa in der FT1000-Liste der Financial Times mit Europas 1000 am schnellsten wachsenden Unternehmen insgesamt Platz 135 – und in der Kategorie Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung Platz 2.

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'Bullet' Drone

 

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Insolvenzen steigen erneut: Gastgewerbe, Bau und Logistik besonders unter Druck

14.04.2026

Die Welle an Unternehmensinsolvenzen in Deutschland setzt sich zu Jahresbeginn fort, auch wenn das Tempo zunächst etwas gedämpfter ausfällt. Im Januar meldeten die Amtsgerichte 1.919 beantragte Firmenpleiten, ein Plus von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Im Dezember war der Anstieg mit knapp 14 Prozent noch deutlich kräftiger ausgefallen. Die Statistik bildet zudem nur die Fälle ab, die von den Gerichten so weit bearbeitet werden, dass sie in die amtliche Erfassung einfließen – der Insolvenzantrag selbst kann laut Bundesamt oft fast drei Monate zurückliegen.

Besonders hart trifft es weiterhin das Gastgewerbe. Hier verzeichneten die Statistiker 9,1 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen und damit die höchste Quote aller Branchen. Überdurchschnittlich betroffen waren außerdem Verkehr und Lagerei sowie das Baugewerbe. Die Belastungen aus schwacher Nachfrage, gestiegenen Kosten und dem Ende vieler Pandemie-Sonderhilfen spiegeln sich damit weiter im Insolvenzgeschehen wider, auch wenn die Januar-Zahlen im historischen Vergleich noch nicht die stärksten Ausschläge zeigen.

Ein Blick auf die Quartalsdaten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) deutet jedoch auf eine deutlich angespanntere Lage hin. Das IWH, das die Entwicklung der Insolvenzen monatlich auswertet, zählte im ersten Quartal 2026 insgesamt 4.573 Firmenpleiten – den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren. Höher lagen die Zahlen zuletzt im dritten Quartal 2005. Allein im März registrierte das Institut 1.716 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften, 71 Prozent mehr als in einem durchschnittlichen März der Jahre 2016 bis 2019 und damit deutlich über dem Niveau der Vor-Corona-Zeit.

Nach Einschätzung von IWH-Forscher Steffen Müller ist kurzfristig keine nachhaltige Entspannung zu erwarten. Es sei möglich, dass sich die sehr hohen Werte aus dem März im laufenden Quartal wiederholten, sagte er. Bereits 2025 war die Zahl der Unternehmenspleiten nach amtlichen Angaben auf den höchsten Stand seit 2014 gestiegen: 24.064 Fälle entsprachen einem Zuwachs von gut 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Schon 2023 und 2024 hatten die Insolvenzen jeweils um mehr als 20 Prozent zugelegt. Vor diesem Hintergrund dürfte der moderate Januar-Anstieg eher als Zwischenstopp in einem längerfristigen Aufwärtstrend zu werten sein als als Beginn einer Trendwende.