Die Yangtze-Brücke von Nanjing Xinshengwei wird mit der Gustav-Lindenthal-Medaille ausgezeichnet

07.04.2026

Das unter Mitwirkung von ZPMC realisierte Projekt zählt zu den längsten Einfeld-Hängebrücken der Welt

SHANGHAI, 7. April 2026 /PRNewswire/ -- Kürzlich wurden die Ergebnisse zweier bedeutender Auszeichnungen im Rahmen der Internationalen Brückenkonferenz (IBC) 2026 bekannt gegeben. Die Nanjing-Xinshengwei-Jangtse-Brücke, an deren Bau die Shanghai Zhenhua Heavy Industries Co., Ltd. (ZPMC) beteiligt war, wurde mit der Gustav-Lindenthal-Medaille ausgezeichnet, einer der höchsten Auszeichnungen im Brückenbau.

Die Nanjing-Xinshengwei-Jangtse-Brücke liegt am Nanjing-Abschnitt des Jangtse und dient als wichtige Verkehrsverbindung zwischen dem Bezirk Qixia, dem neuen Stadtgebiet Jiangbei und der Wirtschafts- und Technologieentwicklungszone. Die Brücke ist eine einfeldrige Hängebrücke mit einem Stahlkastenbalken und einer Hauptspannweite von 1.760 Metern. Unter den fertiggestellten Brücken desselben Typs nimmt sie hinsichtlich der Spannweite den ersten Platz in China und weltweit den dritten Platz ein. Seit ihrer Eröffnung hat die Brücke eine direkte und effiziente Verbindung zwischen dem Stadtbezirk Jiangbei und dem Bezirk Qixia geschaffen und die Fahrzeit von einer Stunde auf etwa 10 Minuten verkürzt. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Verbesserung des regionalen Verkehrsnetzes und der Förderung einer integrierten Stadtentwicklung beiderseits des Jangtse. ZPMC war am E1-Vertragsabschnitt des Projekts beteiligt, der die Fertigung von Stahlkastenbalken für die Hauptstrecke des Autobahnkreuzes Qixia Avenue sowie die Vorfertigung von Stahlverbundträgern für die südliche Zufahrtsbrücke und den angrenzenden Zufahrtsabschnitt umfasste. Das Gesamtgewicht der Stahlkonstruktion belief sich auf rund 18.000 Tonnen, womit sie zu den wichtigsten bautechnischen Komponenten der südlichen Zufahrtsbauwerke der Brücke zählt.

Die von der Engineers' Society of Western Pennsylvania organisierte Internationale Brückenkonferenz zählt zu den renommiertesten und einflussreichsten Veranstaltungen in der weltweiten Gemeinschaft der Brückenbauingenieure. Die Gustav-Lindenthal-Medaille würdigt herausragende Leistungen in den Bereichen Technologie und Materialinnovation, ästhetisches Design, Umweltverträglichkeit sowie erfolgreiches gesellschaftliches Engagement. Die Auszeichnung, die weithin als „Nobelpreis" des Brückenbaus gilt, nimmt in der weltweiten Brückenbauindustrie eine führende Stellung ein.

Cision View original content:https://www.prnewswire.com/de/pressemitteilungen/die-yangtze-brucke-von-nanjing-xinshengwei-wird-mit-der-gustav-lindenthal-medaille-ausgezeichnet-302736053.html

Sporthändler Decathlon investiert Millionen in deutsches Filialnetz

14.04.2026

Der französische Sportartikelhändler Decathlon treibt seine Expansion in Deutschland deutlich voran und nimmt dafür eine geringere Profitabilität in Kauf. In einem herausfordernden Marktumfeld erhöhte das Unternehmen seinen Gesamtumsatz hierzulande auf gut 1,27 Milliarden Euro, ein Plus von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wachstumstreiber waren vor allem die Segmente Rad- und Laufsport. Rund 74 Prozent des Geschäfts werden weiterhin in den stationären Filialen erwirtschaftet, was die zentrale Rolle des klassischen Handelsmodells für Decathlon unterstreicht.

Beim Ergebnis zeigen sich die Kosten des Expansionskurses. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg zwar um gut 2,9 Prozent auf 28,1 Millionen Euro, blieb damit aber deutlich unter dem Niveau des Jahres 2023, als noch mehr als 38 Millionen Euro Gewinn ausgewiesen wurden. Angaben zum Nettoergebnis machte die Handelskette nicht. Der Finanzchef von Decathlon Deutschland, Luca Guanella, verweist auf die hohen Zukunftsinvestitionen: Das Ergebnis spiegle die bewusste Entscheidung wider, massiv in den Ausbau des Filialnetzes, die Modernisierung bestehender Standorte und die Weiterentwicklung der Organisation zu investieren.

Rund 67 Millionen Euro steckte Decathlon 2025 in den deutschen Markt, um die Grundlage für ein Netz von 150 Geschäften bis Ende 2027 zu legen. Allein 2025 kamen 18 neue Läden hinzu, unter anderem in München, Stuttgart, Frankfurt und Berlin. Insgesamt verfügte das Unternehmen Ende 2025 über 105 Standorte. Im laufenden Jahr sind etwa 25 weitere Eröffnungen vorgesehen, darunter Filialen in Oberhausen, Saarbrücken, Leverkusen und Trier. Parallel dazu wurde rund ein Drittel der bestehenden Geschäfte modernisiert, um das Einkaufserlebnis zu erneuern.

Strategisch rückt Decathlon näher an seine Kundinnen und Kunden heran. Neben den weiterhin wichtigen großflächigen Märkten, die meist außerhalb der Stadtzentren liegen, entstehen zunehmend kleinere Geschäfte in Einkaufszentren und Fußgängerzonen. Diese Standorte können sich auf einzelne Sportarten spezialisieren und das Sortiment an lokale Bedürfnisse anpassen. Mit dieser Ausrichtung zielt Decathlon darauf ab, im milliardenschweren, aber hart umkämpften deutschen Sportfachhandel Marktanteile zu gewinnen – insbesondere gegenüber den Verbundgruppen Intersport und Sport 2000, die ihrerseits expandieren und von Lücken profitieren, die der Rückzug klassischer Modehäuser und Warenhäuser mit Sportsortimenten hinterlassen hat.