Die DOORwaY90-Studie erreichte ihre vorab festgelegten primären Endpunkte und erzielte eine beste Gesamtansprechrate (ORR) von 99 %
WOBURN, Mass., 13. April 2026 /PRNewswire/ -- Sirtex Medical („Sirtex"), ein führender Hersteller von Lösungen für die interventionelle Onkologie und Embolisation, gab heute wegweisende 12-Monats-Ergebnisse der DOORwaY90-Studie bekannt, der ersten zulassungsrelevanten, prospektiven, multizentrischen Studie in den USA zur selektiven internen Strahlentherapie (SIRT) mit Y-90 unter Verwendung der Partitionsdosimetrie bei Patienten mit inoperablem hepatozellulärem Karzinom (HCC).

Die DOORwaY90-Studie erreichte ihre vorab festgelegten primären Endpunkte und wies eine Komplettremissionsrate (CR) von 90 % sowie eine beste Gesamtansprechrate (ORR) von 99 % auf, wie durch eine verblindete, unabhängige zentrale Begutachtung festgestellt wurde. Alle auswertbaren Patienten sprachen auf die Behandlung an, was zu einer lokalen Tumorkontrolle von 100 % führte – eines der höchsten jemals bei der Y-90-Therapie berichteten Ansprechraten. Die Ansprechraten waren von Dauer: 75 % hielten länger als sechs Monate an, und die mediane Ansprechdauer betrug 295 Tage. Dies untermauert das Potenzial der SIR-Spheres Y-90-Harz-Mikrosphären, anhaltende Tumoransprechen zu erzielen und gleichzeitig die Leberfunktion zu erhalten.
Bemerkenswert ist, dass über 95 % der Patienten nach 12 Monaten eine stabile Leberfunktion aufwiesen, was die Fähigkeit der personalisierten Dosimetrie unterstreicht, ein aggressives Ansprechen des Tumors zu erzielen, ohne die Leberreserve zu beeinträchtigen.
Diese Ergebnisse wurden im Rahmen einer mündlichen „Late-Breaking"-Präsentation auf der Jahrestagung der Society of Interventional Radiology (SIR) in Toronto, Kanada, vorgestellt.
„Diese 12-Monats-Ergebnisse belegen die Konsistenz des Ansprechens, das mit personalisierter Dosimetrie erzielt werden kann", sagte Dr. Armeen Mahvash, interventioneller Radiologe am MD Anderson Cancer Center und Co-Studienleiter der DOORwaY90-Studie. „Die in dieser Studie beobachteten hohen vollständigen Ansprechraten, die Dauerhaftigkeit der Wirkung und die Erhaltung der Leberfunktion stärken das Vertrauen der Ärzte in die Radioembolisation als definitive, lebergerichtete Behandlungsoption."
„Diese Ergebnisse legen die Messlatte höher für das, was Ärzte von der Y-90-Therapie erwarten können", sagte Matt Schmidt, CEO von Sirtex Medical. „Mit einer Gesamtansprechrate von 99 % und einer Tumorkontrolle von 100 % zeigt DOORwaY90, dass eine personalisierte Dosimetrie mit SIR-Spheres Ergebnisse erzielen kann, die herkömmliche Ansätze in den Schatten stellen und die Möglichkeiten der lebergerichteten Therapie für Patienten mit inoperablem HCC erweitern."
Die SIR-Spheres Y-90-Harzmikrosphären sind die einzige von der FDA zugelassene Radioembolisationstherapie zur Behandlung sowohl von metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) in der Leber als auch von inoperablem HCC in den USA.
Für weitere Informationen zu SIR-Spheres und Hinweise zur Umsetzung einer personalisierten Dosimetrie in der klinischen Praxis wenden Sie sich bitte an Sirtex unter atinfo-use@sirtex.com.
Informationen zu SIR-Spheres
SIR-Spheres®Y-90-Harzmikrosphären sind zur lokalen Tumorkontrolle bei Patienten mit inoperablem hepatozellulärem Karzinom (HCC) indiziert, die keine makrovaskuläre Invasion aufweisen, an einer Child-Pugh-A-Zirrhose leiden, über eine gut kompensierte Leberfunktion verfügen und einen guten Leistungsstatus aufweisen. Sie sind außerdem zur Behandlung von inoperablen metastasierten Lebertumoren, die von einem primären Kolorektalkarzinom stammen, in Kombination mit einer adjuvanten intrahepatischen Arterienchemotherapie (IHAC) mit FUDR (Floxuridin) indiziert.
Hinweis: Laut Bundesgesetz (USA) darf dieses Gerät nur von einem Arzt oder auf dessen Anordnung verkauft werden. Häufige Nebenwirkungen sind Bauchschmerzen, Übelkeit und Verstopfung. Unter www.sirtex.com/sir-spheres/risks_adverse-events finden Sie eine vollständige Auflistung der Nebenwirkungen, Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen.
Informationen zu Sirtex
Sirtex Medical ist ein weltweit tätiges Gesundheitsunternehmen, das sich auf die Weiterentwicklung minimalinvasiver Therapien zur Krebsbehandlung und Embolisation spezialisiert hat. Mit Niederlassungen in den USA, Australien, Europa sowie Asien bietet Sirtex Ärzten und Patienten auf der ganzen Welt innovative minimal-invasive Lösungen für die interventionelle Onkologie und Embolisation. Weitere Informationen finden Sie auf www.sirtex.com.
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Mehr als zehn Jahre nach Bekanntwerden der Manipulationen an Diesel-Fahrzeugen von Volkswagen geht die strafrechtliche Aufarbeitung in eine weitere Runde. Vor dem Landgericht Braunschweig beginnt ein dritter großer Betrugsprozess im Zusammenhang mit der sogenannten Abschaltsoftware. Angeklagt sind fünf zum Teil ehemalige Mitarbeiter des Konzerns und eines Zulieferers. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug vor; im Falle einer Verurteilung drohen mehrjährige Haftstrafen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Im Mittelpunkt steht erneut die Software, mit der Millionen Fahrzeuge der VW-Marken auf Prüfständen bessere Abgaswerte erreichten als im regulären Straßenbetrieb. Nach Auffassung der Ermittler entstand den Käufern dadurch ein Milliardenschaden. Die nun angeklagten Beschuldigten sollen zwischen November 2006 und September 2015 in unterschiedlichen Zeiträumen an Entwicklung und Implementierung der Funktion beteiligt gewesen sein oder sie unterstützt haben. Ziel sei es gewesen, Volkswagen hohe Gewinne zu sichern und darüber mittelbar von Gehalts- und Bonuszahlungen zu profitieren.
Der neue Prozess fügt sich ein in eine Serie von Verfahren, mit denen deutsche Gerichte den Dieselskandal juristisch aufarbeiten. Bereits im Mai 2025 endete nach mehreren Jahren Verhandlung der erste große Betrugsprozess in Braunschweig mit Urteilen gegen vier Angeklagte: Zwei erhielten Haftstrafen, zwei Bewährungsstrafen. Die Verurteilten sehen sich als Bauernopfer und haben Revision eingelegt; eine Entscheidung darüber steht aus, der tatsächliche Haftantritt dürfte sich entsprechend verzögern. Ein zweites Verfahren gegen fünf teils ehemalige Führungskräfte des Konzerns läuft seit November 2025, den vier Männern und einer Frau werden unter anderem Betrug, Steuerhinterziehung und strafbare Werbung vorgeworfen. Für diesen Prozess sind Termine bis mindestens Ende 2026 angesetzt.
Prominent, aber derzeit ruhend, bleibt das Verfahren gegen den früheren Vorstandschef Martin Winterkorn. Er war im ersten Braunschweiger Prozess zunächst Mitangeklagter, sein Verfahren wurde jedoch aus gesundheitlichen Gründen abgetrennt und wegen Verhandlungsunfähigkeit vorläufig eingestellt. Winterkorn hatte vor Gericht strafrechtliche Verantwortung zurückgewiesen. Ein rechtskräftiges Urteil im Kontext der Dieselaffäre liegt hingegen aus München vor: Ex-Audi-Chef Rupert Stadler wurde dort zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten sowie zur Zahlung von 1,1 Millionen Euro verurteilt. Parallel dazu hatte VW in den USA, wo der Skandal 2015 durch eine Mitteilung der Umweltbehörde EPA öffentlich geworden war, bereits mehr als 20 Milliarden Dollar an Strafen und Entschädigungen gezahlt; frühere Mitarbeiter wurden dort zu langen Freiheitsstrafen verurteilt.