Das taiwanesische Metal Industries Research & Development Centre (MIRDC) geht eine Partnerschaft mit Dassault Systèmes ein: Unschlagbare Innovation dank Wasserstoff und künstlicher Intelligenz

16.04.2026

KAOHSIUNG, 16. April 2026 /PRNewswire/ -- Weltweit bewegt sich die Industrie beschleunigt auf das doppelte Ziel des Übergangs zur künstlichen Intelligenz (KI) und der Netto-null-Kohlendioxid-Emissionen hin. In diesem Sinne unterzeichneten das Metal Industries Research & Development Centre (MIRDC) und das französische Unternehmen Dassault Systèmes, ein weltweit führender Anbieter von Industrie-Entwicklungssoftware, am 15. April eine offizielle Absichtserklärung.

MIRDC and Dassault Systèmes MOU signing ceremony

Die MIRDC-Vorsitzende Chia-Ru LIU und Sebastien GAUTIER, der Vizepräsident für SIMULIA-Verkauf und -Marketing bei Dassault Systèmes, unterzeichneten diese Vereinbarung. Die Botschafterin Pei-ChihHAO vom Vertretungsbüro von Taipeh in Frankreich war als Zeugin anwesend. Diese Partnerschaft unterstreicht das Engagement der Regierung für die taiwanesisch-französische technische Zusammenarbeit und ist ein Signal und ein aktiver Schritt zur Einführung weltweit führender KI-Technologien zur Stärkung der einheimischen industriellen Forschung und Entwicklung.

Virtuelle Zwillingstechnologie: Die Zukunft der Industrie gestalten

Dassault Systèmes
 mit Hauptsitz in Frankreich ist der weltweit führende Anbieter von 3D-Simulations- und Analyse-Software. Seine Kerntechnologie, der „Virtual Twin", bietet Unternehmen präzise digitale Simulationsumgebungen. Mit der hochintegrierten Plattform 3DEXPERIENCE simuliert Dassault Systèmes komplexe physikalische Eigenschaften wissenschaftlich. So unterstützt die Firma innovative und nachhaltige Produktentwicklungen führender Marken in der Luft- und Raumfahrt und in der Halbleiter- und Energiebranche.

Gemäß dieser Absichtserklärung werden die beiden Parteien vorrangig in folgenden wichtigen technischen Bereichen zusammenarbeiten:

  • Lebensdaueranalysen von Werkstoffen und Komponenten für Hochdruck-Wasserstoffanwendungen
  • Thermische Analysen von KI-Servern

Der strategische Schwerpunkt: Grüne Energie und KI-Infrastrukturen

Auf dem Gebiet der Energie aus Wasserstoff unter Hochdruck wird das MIRDC die gemeinsam mit dem französischen Forschungsinstitut CETIM entwickelten Modelle für Ermüdungsversuche komprimierten Wasserstoffs und Materialanalysen nutzen. Es geht um das Zusammenführen dieser Verfahren mit der „Virtual Twin"-Technologie von Dassault Systèmes und der hochintegrierten 3DEXPERIENCE-Plattform – Letztere bietet präzise Simulations- und Analysefunktionen. So unterstützt die Partnerschaft die taiwanesische Wasserstoff-Versorgungskette bei der Entwicklung länger haltbarer und sicherer Komponenten.

Bei KI-Servern liegt der Schwerpunkt auf dem Management derin den Servern entstehenden Wärme. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Hochleistungsrechnern ergänzt MIRDC sein Fachwissen durch Technologien der thermischen Simulation auf der 3DEXPERIENCE-Plattform. Mithilfe diverser generativer KI-Technologien zielt die Zusammenarbeit darauf ab, Konzepte zum High-End-Wärmemanagement von Servern zu entwickeln und optimierte Energiemanagement-Strategien einzuführen. Auch zukünftig wird das MIRDC seine Aufgabe der Verknüpfung internationaler Technologien erfüllen. So fördert es die globale Wettbewerbsfähigkeit und unterstützt die taiwanesischen Unternehmen beim Aufbau von Technologie-Ökosystemen der nächsten Generation.

Die Belastbarkeit der globalen Versorgungsketten stärken

Wie die MIRDC-Vorsitzende Chia-Ru LIU
 erklärte, hat sich das MIRDC schon seit langem auf Präzisions-Metallwerkstoffe und Verarbeitungstechnologien spezialisiert. Die Zusammenarbeit mit Dassault Systèmes bestärkt die globalen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten des MIRDC und ermöglicht es außerdem den taiwanesischen Herstellern, mit weltweit modernsten KI-Tools innovativ zu sein.

Mit dem Blick in die Zukunft wird das MIRDC seinen Forschungs- und Entwicklungshorizont gemeinsam mit Dassault Systèmes erweitern. So möchte man den Anforderungen der Industrie gerecht werden und einheimische Akteure unterstützen – von Rohstoffen über wichtige Komponenten bis hin zu Systemmodulen, im Sinne des KI-gesteuerten Wandels. Das wird die Wettbewerbsfähigkeit der taiwanesischen Industriesektoren in der globalen Lieferkette stärken und ihr Schwung für eine nächste Welle des Wirtschaftswachstums verleihen.

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Insolvenzen steigen erneut: Gastgewerbe, Bau und Logistik besonders unter Druck

14.04.2026

Die Welle an Unternehmensinsolvenzen in Deutschland setzt sich zu Jahresbeginn fort, auch wenn das Tempo zunächst etwas gedämpfter ausfällt. Im Januar meldeten die Amtsgerichte 1.919 beantragte Firmenpleiten, ein Plus von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Im Dezember war der Anstieg mit knapp 14 Prozent noch deutlich kräftiger ausgefallen. Die Statistik bildet zudem nur die Fälle ab, die von den Gerichten so weit bearbeitet werden, dass sie in die amtliche Erfassung einfließen – der Insolvenzantrag selbst kann laut Bundesamt oft fast drei Monate zurückliegen.

Besonders hart trifft es weiterhin das Gastgewerbe. Hier verzeichneten die Statistiker 9,1 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen und damit die höchste Quote aller Branchen. Überdurchschnittlich betroffen waren außerdem Verkehr und Lagerei sowie das Baugewerbe. Die Belastungen aus schwacher Nachfrage, gestiegenen Kosten und dem Ende vieler Pandemie-Sonderhilfen spiegeln sich damit weiter im Insolvenzgeschehen wider, auch wenn die Januar-Zahlen im historischen Vergleich noch nicht die stärksten Ausschläge zeigen.

Ein Blick auf die Quartalsdaten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) deutet jedoch auf eine deutlich angespanntere Lage hin. Das IWH, das die Entwicklung der Insolvenzen monatlich auswertet, zählte im ersten Quartal 2026 insgesamt 4.573 Firmenpleiten – den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren. Höher lagen die Zahlen zuletzt im dritten Quartal 2005. Allein im März registrierte das Institut 1.716 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften, 71 Prozent mehr als in einem durchschnittlichen März der Jahre 2016 bis 2019 und damit deutlich über dem Niveau der Vor-Corona-Zeit.

Nach Einschätzung von IWH-Forscher Steffen Müller ist kurzfristig keine nachhaltige Entspannung zu erwarten. Es sei möglich, dass sich die sehr hohen Werte aus dem März im laufenden Quartal wiederholten, sagte er. Bereits 2025 war die Zahl der Unternehmenspleiten nach amtlichen Angaben auf den höchsten Stand seit 2014 gestiegen: 24.064 Fälle entsprachen einem Zuwachs von gut 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Schon 2023 und 2024 hatten die Insolvenzen jeweils um mehr als 20 Prozent zugelegt. Vor diesem Hintergrund dürfte der moderate Januar-Anstieg eher als Zwischenstopp in einem längerfristigen Aufwärtstrend zu werten sein als als Beginn einer Trendwende.