GUANGZHOU, China, 24. April 2026 /PRNewswire/ -- Vor dem Hintergrund kultureller Vielfalt vollzieht die traditionelle Lingnan-Kultur durch Modedesign einen bemerkenswerten Wandel von einem lokalen Schatz zu einem internationalen Phänomen. Während der 37. Guangdong Fashion Week brachte die One Heung Kong Haute Couture Show Elemente des immateriellen Kulturerbes (ICH), darunter Xiangyunsha (gambierte Guangdong-Gaze), Chaozhou-Stickerei, Song-Brokat und Yun-Brokat, auf die internationale Bühne und bot ein innovatives Modell für die lebendige Weitergabe des chinesischen immateriellen Kulturerbes.
Drei Spitzendesigner erweckten die traditionelle Handwerkskunst durch zeitgenössischen Ausdruck zu neuem Leben. Li Xiaoyan erforschte die Integration von Xiangyunsha in nachhaltige Mode; Yan Fangni verknüpfte immaterielles Kulturerbe mit alltagstauglicher Haute Couture, und Zhao Yakun führte die Handwerkskunst von Lingnan in das globale Luxussystem ein. Gemeinsam schufen sie so einen kreativen Rahmen, der in der Tradition verwurzelt ist, in der Moderne Anwendung findet und international zum Ausdruck kommt.
Diese Schau ist eine kulturelle Modernisierungsinitiative, die immaterielles Kulturerbe in globale Modewerte verwandelt und Chinas Stimme in der Kreativwirtschaft stärkt. Während der Veranstaltung wurde One Heung Kong als ganzjähriger Ausstellungs- und Aufführungsstandort für chinesisches Originaldesign benannt. Damit werden die traditionellen zyklischen Grenzen von Fashion Weeks durchbrochen und eine ganzjährige Plattform für Ausstellungen und Vernetzung geschaffen.
Die Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten führt zu einer tiefgreifenden Integration kultureller IPs, der Modeindustrie und internationaler Plattformen und unterstützt damit die Weitergabe des immateriellen Kulturerbes sowie die Entwicklung der Kreativwirtschaft. Sie schafft ein orientalisches kulturelles Modeökosystem und ebnet einen effizienten Weg dafür, dass chinesische Kultur ein weltweites Publikum erreicht.
Die Bundesregierung will mit einer befristeten Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel die rasant gestiegenen Spritpreise dämpfen. Für zwei Monate soll die Steuer um rund 17 Cent pro Liter sinken, kündigte Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin an. Die Maßnahme solle die Lage für Autofahrer und Unternehmen „sehr schnell“ verbessern, sagte Merz nach Beratungen der Koalitionsspitzen.
Die Koalition aus Union und SPD versteht die Steuersenkung als Teil eines größeren Entlastungs- und Reformpakets. Vereinbart wurden zudem Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung sowie eine Steuerreform für untere und mittlere Einkommen zum 1. Januar 2027. Nach Angaben aus Regierungskreisen sollen Verbraucher und Wirtschaft bei den Kraftstoffpreisen insgesamt um rund 1,6 Milliarden Euro entlastet werden. Zugleich betonten Merz und weitere Kabinettsmitglieder, die Maßnahme sei bewusst zeitlich begrenzt, weil der Staat nicht sämtliche Risiken und Unsicherheiten dauerhaft abfedern könne.
Zur Gegenfinanzierung der Mindereinnahmen bei der Energiesteuer ist eine Anhebung der Tabaksteuer noch im Jahr 2026 vorgesehen. Zusätzlich will die Koalition es Arbeitgebern im selben Jahr ermöglichen, eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie von 1.000 Euro an Beschäftigte auszuzahlen. Die Bundesregierung erwartet von der Mineralölwirtschaft, dass diese die Steuersenkung „direkt und ohne Einschränkungen“ an die Verbraucher weitergibt. Parallel dazu begrüßt Berlin, dass die EU-Kommission mögliche Maßnahmen gegenüber der Mineralölbranche analog zum Energiekrisenbeitrag 2022 prüft; im Raum steht unter anderem eine Übergewinnsteuer.
Als Hauptgrund für die gestiegenen Energiepreise nannte Merz den Krieg zwischen den USA und dem Iran. Laut Kanzler waren Verhandlungen über einen Waffenstillstand am Wochenende abgebrochen worden. Der US-Präsident habe zudem eine Blockade der Straße von Hormus angekündigt, woraufhin der Ölpreis wieder auf über 100 Dollar pro Barrel gestiegen sei. Dieser Konflikt sei die eigentliche Ursache für die Probleme, die Deutschland spüre, sagte Merz. Er und Außenminister Johann Wadephul arbeiteten nach eigenen Angaben daran, auf ein Ende der Kampfhandlungen hinzuwirken. Merz bezeichnete das aktuelle Paket als Auftakt weiterer Beratungen mit dem Ziel, den Staat „moderner und gerechter“ zu machen und das Vertrauen der Bürger in die Funktionsfähigkeit des Landes zu stärken.